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	<title>Angst hat viele Namen</title>
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<description>die häufigste Form</description><content:encoded><![CDATA[
	<h3>Angst vor der Angst (Erwartungsangst)</h3>
	<p>Die Angst vor der Angst wird auch als Erwartungsangst bezeichnet. Kennzeichen der Erwartungsangst ist die große Angst, nochmals einen bereits früher schon einmal erlebten Angst- oder Panikanfall zu bekommen. Warum entwickeln wir diese Angst? </p>
	<p>Es beginnt damit, dass wir aus heiterem Himmel einen Angst- und Panikanfall bekommen. Wir erleben diesen als extrem bedrohlich, da wir körperliche Reaktionen verspüren, die so heftig sind, dass wir befürchten, die Kontrolle über uns zu verlieren, verrückt und ohnmächtig zu werden und einen Infarkt zu bekommen. Wir haben Atemnot, Schweißausbrüche, ein Engegefühl in der Brust, Schwindel und Herzrasen. Wir fühlen uns der Angst und den körperlichen Reaktionen ausgeliefert und verlieren das Vertrauen in unseren Körper. <br /></p>
	<p>Verständlich, dass wir dieses traumatische Erlebnis nicht einfach abhaken und zur Tagesordnung übergehen können, so als sei nichts geschehen. Wir haben eine der schlimmsten Erfahrungen in unserem Leben gemacht, - vielleicht sogar die schlimmste überhaupt – und diese geht uns nicht mehr aus dem Kopf. Wir bekommen Angst, nochmals einen derart lebensbedrohlichen Anfall zu bekommen. Wir haben eine Angst vor der Angst entwickelt. </p>
	<h3>Folgen der Angst vor der Angst</h3>
	<p>Da wir nicht noch einmal solch einen Anfall erleben möchten, beginnen wir fortan, unseren Körper ständig nach Anzeichen für einen neuerlichen Anfall abzusuchen. Bereits kleinste körperliche Veränderungen lassen die Angst wieder in uns hochsteigen, wir könnten noch einmal einen solchen Anfall bekommen. Außerdem stellen wir uns vor, dass die Angst uns bei nächster Gelegenheit wieder überfallen könnte und wir uns wieder so hilflos fühlen könnten. </p>
	<p>Durch diese Selbstbeobachtung und die angstvollen Phantasien versetzen wir unseren Körper in einen permanenten Alarm- und Stresszustand. Dadurch provozieren wir aber gerade das, was wir unter allen Umständen vermeiden möchten: einen Panikanfall nach dem anderen. Wir befinden uns in einem Angstkarusell aus ängstlichen Gedanken, körperlichen Reaktionen und Angst- und Panikgefühlen.<br /></p>
	<p>Wir suchen verzweifelt nach einem Ausweg aus diesem Angstkarussel und halten uns nur noch da auf, wo wir uns relativ sicher fühlen. Meist ist das unsere Wohnung. Wir beginnen die Orte zu meiden, an denen unsere Panik aufgetreten ist oder wo wir vermuten, dass sie auftreten könnte. </p>
	<p>Dieser Selbstschutz hat jedoch sehr negative Auswirkungen auf unser Leben. Nicht nur, dass unsere Angst vor der Angst immer größer wird, wir engen unseren Lebensraum immer mehr ein, meiden immer mehr Situationen und isolieren uns so immer mehr. Wir werden immer unselbständiger und unser Selbstvertrauen nimmt immer mehr ab. Schließlich gehen wir vielleicht überhaupt nicht mehr aus dem Haus. Die Angst vor der Angst hat uns im Griff und lähmt uns.<br /></p>
	<h3>Wie mit der Angst vor der Angst umgehen?</h3>
	<p>Im Grunde genommen müssen wir genau das Gegenteil von dem tun, was wir gerne tun würden und wonach wir uns fühlen: Angst soll uns im Normalfall vor tatsächlichen Gefahren warnen und uns für Kampf oder Flucht bereit machen. Deshalb haben wir bei der Angst vor der Angst auch den Impuls zu meiden oder aus der Situation zu flüchten. </p>
	<p>Die Angst vor der Angst ist jedoch eine unangemessene und schädliche Reaktion. Panikattacken sind zwar höchst unangenehm, aber sie sind nicht lebensbedrohend und deshalb ist die Angst vor ihnen auch unangemessen - die Panikattacken stellen keine Gefahr dar.</p>
	<p>Deshalb müssen wir mit der Erwartungsangst anders umgehen: Wir müssen uns <a href="http://www.angst-panik-hilfe.de/konfrontationstherapie.html" >der Angst stellen</a>, d.h. die Panikattacken zulassen, statt sie unterdrücken oder vermeiden zu wollen und/oder uns bewusst mit den Situationen konfrontieren, in denen wir befürchten, dass eine Angstattacke auftreten könnte. Nur so können wir erleben und spüren, dass ein Panikanfall unangenehm, aber ungefährlich ist. Und wenn wir das erleben, dann verlieren wir auch die Angst vor ihm.</p>
	<p><b>Je mehr wir die Angst vor der Angst verlieren, umso ruhiger und entspannter werden wir und umso seltener treten unsere Angstattacken auf, bis sie schließlich ganz aus unserem Leben verschwinden.</b><br /><br /></p>
	<div id="angstinhalt">
		<div id="center">
			<p>Dr. Rolf Merkle spricht darüber, was man gegen die Angst vor der Angst tun kann</p>
		</div>
	</div>
	]]></content:encoded><category>Angst hat viele Namen </category>
<pubDate>Wed, 25 Mar 2009 17:24:00 +0100</pubDate>
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